Dosis
Die Dosis ist fest 16 g und wird nie zur Steuerung der Konzentration verändert. Dafür ist das Verhältnis da. Für Halbportionen gibt es eigene 8-g-Programme, die wegen des flacheren Betts etwas feiner gemahlen werden.
Mahlgrad bei fermentierten Kaffees
Für anaerobe und Natural-Kaffees hat sich ein Bereich von etwa 40–48 auf der Studio-Skala bewährt (~610–700 µm effektiv). Das ist gröber als für gewaschene Kaffees: fermentierte Bohnen sind löslicher und geben ihre flüchtigen Aromen früh ab.
Fermentationsdauer begrenzt die Temperatur
Je länger die Fermentation (z. B. 90 h und mehr), desto niedriger die sinnvolle Temperaturobergrenze. Sonst werden flüchtige Verbindungen überextrahiert, und helle Frucht- und Weinnoten gehen verloren.
Dichte ist nicht Größe
Hohe Bohnendichte (z. B. ~7 Bohnen pro Gramm bei einem ugandischen Decaf) und große Bohnen sind verschiedene Situationen und verlangen gegensätzliche Anpassungen.
Hebel addieren sich
Feiner Mahlgrad, hohe Temperatur, enges Verhältnis und durchgehende Agitation können zusammen genau den hellen, funky Charakter begraben, um den es geht. Hebel immer in Kombination betrachten.
Röster-Temperaturen übersetzen
Röster-Empfehlungen wie „96 °C“ sind meist Kesseltemperaturen für Handaufguss. Zwischen Kessel, Ausguss und Slurry gehen dabei mehrere Grad verloren. Die Studio liefert exakt den programmierten Wert – also eher 3–5 °C tiefer ansetzen. Bestätigt durch eine traditionelle, entwickeltere Röstung, bei der die Bitterkeit der Temperatur folgte und nicht dem Mahlgrad.
Bypass bei entwickelten Röstungen
Ein konzentriertes Bett (~1:12–1:13, etwas feiner, etwas wärmer) plus Bypass-Wasser bis zur Zielstärke schneidet den bitteren Extraktionsschwanz ab. Für Flash Brew weniger nützlich, weil das Eis die Verdünnung übernimmt.